Kapitalmarktbericht: 28.02.2010

Griechenland bleibt Thema an den Finanzmärkten und direkt damit in Verbindung steht natürlich die Angst um den Euro. Der EUR gegenüber dem US Dollar steht somit wie bereits seit längerem angekündigt unter Druck. Die Ursache sollen Spekulanten sein, die den EUR angreifen. Dies soll von höchster Ebene (EZB/Politik) einmütig verhindert werden und Griechenland soll umgehend Hilfe zu Teil werden. Diese Hilfe muss natürlich an strenge Auflagen geknüpft werden und die Griechen werden von allen Seiten zur Haushaltsdisziplin ermahnt. Was zur Stabilisierung des EUR beitragen soll, bringt ihn aber weiter unter Druck. Es wird schon der Zusammenbruch des EU-Währungsraumes vorausgesagt. Inwieweit dies tatsächlich zu Einsparungen veranlasst darf ernsthaft bezweifelt werden. Aber geht es tatsächlich um Griechenland? Natürlich nicht, die Sorge um Griechenland beinhaltet vielmehr die Sorge um die Hauptgläubiger der Griechen. Das sind natürlich hauptsächlich die europäischen Großbanken. Intern hat also die Bankenrettung 2. Teil schon begonnen. Denn am vergangenen Wochenende wurde man sich, laut Pressemitteilung, über ein 25 Mrd. großes Hilfspaket für Griechenland einig. Nachdem zudem bekannt wurde dass die beiden größten US-(Investment-) Banken Goldman Sachs und JP Morgan, die Architekten des Griechischen Finanzdesasters waren und dafür hohe dreistellige Millionencourtagen erhielten ist schon erstaunlich. Weitaus gefährlicher mutet an, dass niemand Konsequenzen für dieses Verhalten eines Instituts fordert, das sein Dasein Steuergeldern verdankt. Immer fraglicher wird, wie lange können die Staaten Ihre Glaubwürdigkeit gegenüber Ihren Gläubigern aufrechterhalten? Vor allem muss genau beobachtet werden, wie der „gemeine“ Steuerzahler vor allem in Deutschland reagiert. Er verhält sich ruhig und schränkt seine Ausgaben ein. Während das Erste gern gesehen ist, erschwert das Sparen einen selbsttragenden Aufschwung erheblich.
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Kapitalmarktbericht: 21.01.2010 (Archiv Kapitalmarktbericht 2009)
 
Im Zuge dieses Kapitalmarktberichtes wird das Jahr 2009 und die Auswirkungen aufgearbeitet. Zentrales Thema ist aber vor allem, der daraus resultierende Ausblick und eine Einschätzung der wichtigsten Assetklassen für das kommende Jahr.
 
Die viel bemühten Vergleiche mit den Rezessionen der Vergangenheit dürften nur bedingt tauglich sein, um als Maßstab für die zukünftige Entwicklung herangezogen zu werden. Hauptgrund für diese Prognose sind in erster Linie die Dimensionen des Auftragseinbruches durch die Krise - aber auch die konzentrierten, nie zuvor gesehen staatlichen Hilfsmaßnahmen zur Konjunkturstützung. Der Umfang und vor allem die kurzfristigen Auswirkungen waren in 2009 schwer einschätzbar. Dabei wurde die Bereitschaft zur Konjunkturstimulierung und damit verbunden die Bereitschaft zur Erhöhung der Staatsverschuldung seitens des Fondsmanagement des UFP Timing Global Select unterschätzt. Das Jahr 2010 spätestens aber 2011 wird endgültig zeigen ob mit Hilfe von kreditfinanzierter Staatsverschuldung ein nachhaltiger, selbsttragender Aufschwung realisierbar sein wird. Die Herausforderung für die Konjunktur liegt sicherlich darin, das Auslaufen der Konjunkturstimuli zu kompensieren. Außerdem muss der schwache Arbeitsmarkt in den USA als Herausforderung gesehen werden. Zunehmend belastend dürfte sich aber auch die exorbitant gestiegene Staatsveschuldung auswirken.
   
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